Emitis Pohl Vermögen

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Emitis Pohl Vermögen | Ich bin als Flüchtling Emmitis Pohlskind ohne meine Eltern nach Deutschland gekommen, als ich dreizehn Jahre alt war. Hamburg war die erste Station. Ich habe dort die Schule besucht und mir Deutsch größtenteils autodidaktisch beigebracht. Meine Eltern wünschten, dass ich eine Ausbildung mache, und so schrieb ich mich nach dem Abitur in einem Studiengang für Bauingenieurwesen ein.

Nach einigen Semestern Studium und Erfahrung auf der Baustelle war mir klar: Das ist nicht meine Welt. Ich habe mich mehr für Werbung, Marketing und Events interessiert, die ich zum ersten Mal während meiner Tätigkeit als temporäre Messehostess kennengelernt habe.

Ihre Erzählung ist sehr bewegend. Im Alter von 13 Jahren zwangen ihre Eltern sie, ein Flugzeug zu besteigen, um den Wirren des ersten Golfkriegs zu entkommen. Sie ist in Deutschland angekommen – allein und als Flüchtlingskind. “Ich hatte sieben Jahre Krieg im Iran erlebt, als der Tag der Abreise kam.

Sieben Jahre Bombenalarm, Stromausfälle und bleibende Erinnerungen”, schreibt sie in ihrem Buch “Deutschsein für Anfänger”. “‘ Emi, ein kleines Kind, nahm ihr Kopftuch irgendwo zwischen Teheran und Hamburg hoch über den Wolken ab.

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Integration ist ein Narrativ, das von erheblichen Hindernissen gekennzeichnet ist. Da sie keinen Asylantrag gestellt hatte, musste ihre Beurlaubung wöchentlich erneuert werden. „Ich musste oft um fünf Uhr morgens in der bitteren Kälte Hamburgs vor der Ausländerbehörde anstehen, eine Nummer ziehen und warten, bis um sieben Uhr die Tür aufging“, erinnert sie sich im Interview mit der Deutschen Welle.

Jede Schulreise ins Ausland war ein staatlicher Akt, da die Rückkehr der Schüler nach Deutschland garantiert werden musste. 5000 Kilometer entfernt in Teheran übte ihr Vater, ein weltoffener Geschäftsmann, Druck auf ihn aus: “Wenn du keine guten Noten bekommst, bringe ich dich zurück.” Emi hat als Kind gelernt, an zwei Fronten zu kämpfen: für ihr Bleiberecht in Deutschland und gegen die deutsche Grammatik.

Emitis Pohl Vermögen
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Emitis Pohl hat wenig Ähnlichkeit mit ihrem früheren Ich. Begleitet wurde sie von ihrem bisherigen Reisepass. Es ist in goldenen Schriftzeichen beschriftet: “Regierung der Islamischen Republik Iran”. Ein Schwarz-Weiß-Foto ist im Inneren enthalten. Eine junge Dame mit schwarzem Kopftuch und dunklen Augen. Es ereignete sich vor etwa dreißig Jahren in Teheran. Nach der Islamischen Revolution von 1979 war es Frauen verboten, die lebendige und exponierte Kleidung, in der sie aufgewachsen waren, öffentlich zu sehen.

Ein paar Jahre später brach der Irak-Konflikt aus. Bomben detonierten und Angst wurde zu einem unvermeidlichen Begleiter. Emitis, die Tochter einer reichen Familie, wollte gehen. Inmitten einer neuen Ära. Deutschland war für mich schon damals ein Vorbild. „Made in Germany“, erinnert sie sich. “Das steht für Qualität.” Bei ihrer Werbefirma im wohlhabenden Kölner Stadtteil Bayenthal legt die 42-Jährige ihr braunes, langes Haar offen, roten Lippenstift und eine weiße Jacke zum Treffen.

So wechselte ich das Pferd und schrieb mich in ein Werbekommunikationsprogramm ein, um viele Jahre Erfahrungen in der Werbung sowie der Film- und Eventbranche zu sammeln. 2007 entschied ich mich, mein eigenes Unternehmen zu gründen und gründete die Agentur ep communication GmbH. EP steht für überlegene Kommunikation in allen Facetten des Geschäfts, von Events über Werbung bis hin zu Public Relations. Die Agentur vereint “alte Hasen” und “neue Wilde”; das mehrköpfige Team folgt meinem eigenen Credo: “Geht nicht, existiert nicht.” 2018 habe ich einstimmig den MIT-Mittelstandspreis in der Kategorie „Unternehmen“ erhalten. Diese nationale Auszeichnung bedeutet mir sehr viel, zumal damit mein wirtschaftliches und politisches Engagement gewürdigt wird.

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